Globales Lernen: Jeder kann seinen Beitrag leisten

Planet Erde

Auch eine soziale Wirklichkeit auf der Erde: Licht und Schatten. Bild: © Kevin Gill [CC BY 2.0] - Flickr

Derzeit betreiben wir bei Earthlink Kampagnen zu den Themen Fluchtgrund, Drogen und Kinderarbeit. Bei all diesen Themen legen wir unser Hauptaugenmerk auf einen Punkt, den man „Globales Lernen“ nennt. Es geht darum, den Menschen globale Zusammenhänge aufzuzeigen und zu erklären, wie das Handeln eines jeden einzelnen Auswirkungen auf seine Umwelt haben kann. Vieles was politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich in einem Teil der Welt passiert, hat Auswirkungen auf einen anderen Teil der Welt. Man könnte auch sagen, dass Verhältnisse an einem Ort nur so sein können, weil sie an einem anderen Ort anders sind.

Insbesondere Entwicklungsländer leiden unter dem Lebenswandel, dem wir in den heutigen Industriestaaten über die letzten Jahrhunderte nachgegangen sind. Kolonialismus und westliche Einmischung haben in vielen Ländern bis heute deutliche Spuren hinterlassen. Dadurch tragen wir eine Mitverantwortung für die katastrophalen humanen Bedingungen, die in den meisten Entwicklungsländern vorherrschen.

Unsere enorme Nachfrage nach Rohstoffen zwingt Kinder in afrikanischen Ländern, in Minen zu schuften und Müllhalden zu durchsuchen, die wir aufgeschüttet haben. Unser Drogenkonsum treibt junge Männer in Südamerika und Asien in die Kriminalität. Unser Konsumverhalten und unsere CO2-Emissionen veranlassen Millionen von Menschen zur Flucht. Da viele dieser Flüchtlinge zu uns kommen, haben wir mit unseren Taten einen Boomerang-Effekt ausgelöst. Diese Problematik ist also auch hausgemacht.

Natürlich tragen wir keine alleinige Verantwortung. Die meisten von uns können nichts für die Verfehlungen der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft. Jedoch besitzt jeder von uns die Möglichkeit, bewusste Entscheidungen zu treffen. Wir müssen nicht wie Heilige leben. Aber wir können überlegt Lebensmittel einkaufen. Wir können Müll trennen und darauf achten, woher unsere Kleidung stammt. Öfter das Fahrrad nehmen, gegen Waffenexporte demonstrieren und ein Wahlprogramm lesen, bevor wir unsere Stimme in die Wahlurne werfen. Und wir können versuchen, andere zu motivieren, dasselbe zu tun.

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