Nestlés eiskaltes Geschäft mit dem Wasser

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Laut UN haben 753 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden haben keine geeigneten sanitären Anlagen zur Verfügung. 85 Prozent der Weltbevölkerung lebt in der trockensten Hälfte der Erde.1 Trotzdem gehen Wasserwiederverkäufer wie Nestlé genau an diese Orte, um ihr Wasser zu beziehen. Denn für sie ist es günstig. Nestlé ist der weltweit größte Nahrungsmittelkonzern. Mehr als sieben Milliarden Euro Umsatz jährlich macht der Schweizer Konzern im Geschäft mit dem Wasser. Die Verkaufsstrategie ist geschickt. Sie verkaufen abgefülltes Tafelwasser, das ist Leitungswasser, in Plastikflaschen. Dieses wird direkt aus dem Grundwasser abgepumpt und wird deswegen in einigen Ländern von Wasserschutzgesetzen nicht erfasst. Wie zum Beispiel in den USA: Selbst während der starken Dürre in Kalifornien ist es dem Konzern weiterhin erlaubt, das Wasser wie gehabt aus dem Grundwasser zu pumpen, während Privathaushalte rationiert werden. Denn die vorhandenen Gesetze beziehen sich nur auf den Schutz von Flüssen, Seen und dem Meer.

Die Frage kommt auf, wie Nestlé Wasserrecht in Gebieten kaufen konnte, die regelmäßig unter Dürren leiden. Die Filmemacher Urs Schnell und Res Gehriger decken in ihrer Dokumentation „Bottled Life“ Hintergründe über Nestlés Wasserhandel auf. Sie stoßen auf geänderte Gutachten und auf juristisch unter Druck gesetzte Umweltschützer.2

In Ontario, Kanada, bezahlt die Firma Nestlé 3,71 US-Dollar für eine Million Liter Wasser, welches sie abpumpen und in Plastikflaschen abfüllen. Im Verkauf bekommen der Konzern dafür zwei Millionen US-Dollar. Das beudeutet eine unglaubliche Wertschöpfung von 53 908 255 Prozent. In Kanada waren Vereinbarungen zur Limitierung der Wasserabfuhr getroffen worden. Nach einigen „ Verhandlungen“ des Nestlé Konzerns mit dem Umweltministerium durfte Nestlé, selbst während der Dürre dieses Jahr, weiterhin wie gehabt Wasser abpumpen.3

In Doornkloof, Südafrika, besitzt Nestlé eine weitere Wasserfabrik. Hier hat der Konzern die Wasserrechte exklusiv für 20 Jahre erhalten. Kontrollen über ihre Arbeit gab es von staatlicher Seite bisher nicht. Mitarbeiter des Konzerns geben an, dass sie zwei 0.5 Liter Flaschen der bekannten Wassermarke Pure Life am Tag bekommen. Und das, wo der Konzern stets dafür wirbt, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Die Mitarbeiter kommen zum Teil aus dem Dorf neben der Fabrik. Hier gibt es kein fließendes Wasser. Jeden Tag müssen die Menschen, darunter viele Kinder, weite Strecken zurücklegen, um an Wasser zu gelangen. Und aus diesen Quellen ist es zumeist durch die umliegenden Minen verschmutzt und macht die Leute krank. Nestlé brüstet sich damit, eine Wasserleitung für das Dorf zur Verfügung gestellt zu haben. In Realität ist dies ein einziger Wasserhahn aus dem nur ein dünnes Rinnsal fließt.

Auch die umliegenden Dörfer, welche über fließendes Wasser verfügen, leiden. Denn das Wasser ist verschmutzt, macht die Leute schwer krank und sollte nicht getrunken oder auch nur mit dem Körper in Berührung gebracht werden. Sie sind auf Wasserspenden von örtlichen Verbänden angewiesen. Und all das passiert neben Nestlés Wasserfabrik, wo bestes Pure Life Wasser für die reichere Bevölkerungsschicht abgezapft wird. Denn für die Menschen aus den umliegenden Dörfern ist das abgefüllte Wasser unbezahlbar.2

Nestlé gewinnt, der Profit ist riesig. Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe findet es wichtig, dass Wasser einen Marktwert hat, wie jedes andere Lebensmittel.4 Er äußert, dass wir anfangen sollten “ Wasser als wertvolle Ressource zu verstehen“.5 Nestlé hat dies früh erkannt und reagiert: 1992 wurde Nestlé Waters gegründet.6 NGOs, wie z.B. Attac, die auf das Recht auf Wasser pochen, bezeichnet er als extrem und gewalttätig. Eines ist klar: Die Menschen, die neben der Wasserfabrik unter permanentem Durst leiden, sind sich sehr wohl bewusst, dass es etwas kostet. Sie kennen den Marktwert, denn sie können ihn nicht bezahlen.2

Am 28. Juli 2010 wurde das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser von der Vollversammlung der UN als Menschrecht anerkannt. Vielleicht hält der Nestlé Konzern nationale und regionale Gesetze ein. Doch die Privatisierung des Gemeinguts könnte gegen internationales Menschenrecht verstoßen. Wasser zu privatisieren und daraus Kapital zu schlagen, und somit den Armen die lebensnotwendige Flüssigkeit vorzuenthalten, das ist und bleibt eine mehr als fragwürdige Geschäftsstrategie.7

  1. UN Water: Facts and figures, Stand: 22.07.15 []
  2. Bottled Life Dokumentation, Stand 22.07.15 [] [] []
  3. Activispost: Nestlé´s wet dream they mark up water, Stand: 22.07.15 []
  4. Brabeck-Letmathe: „Wasser kann nicht umsonst sein“ : Villach Innovationskongress 2012, Stand: 24.07.15 []
  5. Imagevideo Nestlé 2014 []
  6. Nestlé Waters Stand:24.07.15 []
  7. UN Water for life decade, Stand 22.07.15 []

Über Katharina / earthlink

Ich studiere Politikwissenschaften an der LMU München und bin für ein Praktikum bei earthlink e.V., um Erfahrungen in der entwicklungspolitischen Bildung zu sammeln.
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6 Kommentare zu Nestlés eiskaltes Geschäft mit dem Wasser

  1. Bullinger sagt:

    „In Ontario, Kanada, bezahlt die Firma Nestlé 3,71 US-Dollar für eine Million Liter Wasser“ … ach kommt, Leute. Könnt ihr solche hanebüchenen Zahlen beweisen? Nein? Ach schade…

  2. Jörg Heuer sagt:

    Ich finde es richtig wie z.B.Nestle Wasser vermarktet. Unternehmen müssen hohe Gewinne machen um Infrastruktur Fahrzeuge Personal Vertrieb und den Wareneinsatz zu bedienen. Z.B.in Afrika wird sonst noch viel mehr verschwendet da Menschen nicht sorgsam mit der Resource umgehen.
    Auch logistisch ist Flaschenwasser am besten zu handeln. Ein Mensch könnte
    täglich höchstens 20 L im Schnitt täglich 10km tragen. Freie Quellen werden nicht vor Verunreinigungen geschützt. Daher ist Wasser verpackt besser.

    • Bernd Koemmet sagt:

      Hallo lieber Jörg Heuer.
      Hier ein paar Zeilen von Uli Mohr zum Verständnis, warum wir Infrastruktur „brauchen“.
      Psychologik der Rechtsentwicklung
      Die Rechtsgeschichte verliert sich wie jeder andere offizielle Geschichtsschrei-bung in einem diffusen Nebel. Es mag scheinbar daran liegen, dass man erst vor einigen Jahrhunderten begonnen haben soll, Geschichte kontinuierlich zu-mindestens auf lokaler Ebene aufzuzeichnen. Zusätzlich darf nicht vergessen werden, dass sich erst etwa seit dem späten 16. Jahrhundert eine einheitliche Jahreszählung durch den gregorianischen Kalender durchsetzte. Angesichts ei-ner schreib- und leseunkundigen Bevölkerung, selbst der Hochadel konnte da-mals angeblich nicht lesen und schreiben, fand dies fast ausschließlich in den Klöstern und in unverständlichem Lateinisch statt.
      Tatsächlich war man schon vor Jahrtausenden in der verleugneten mitteleuro-päischen Hochkultur (unter anderem Atlantis mit Hauptstadt Basileia südöstlich von Helgoland) des Lesens und Schreibens kundig (siehe unter anderem die Oera Linda Handschriften). So gibt es Zeugnisse des damaligen Rechtsver-ständnisses und zugleich die noch weitaus wichtigeren Einblicke in die seiner-zeitige Lebenshaltung und das Lebensverständnis. Die Entwicklung dieses kul-turellen Wertesystems weist vor allen Dingen den Weg
      Grundlage für die folgenden Betrachtungen ist einerseits das Verhalten des na-türlich gesunden Menschen. Er ist eigenständig und naturverbunden und braucht niemand anderes für sein Überleben.
      Andererseits gibt es eine logische Abfolge von Ereignissen bei der Besiedlung eines weitgehend unbesiedelten Landes oder Kontinents. Als Beispiel mag die noch recht junge Besiedlungsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika dienen.
      Hinaus ins leere Land – Leben nach den Gesetzen der Natur
      Am Anfang war ein weites und leeres Land. Nun kamen die ersten Siedler. Es gab weder Straßen noch irgendeine andere Art von Infrastruktur. Jeder war auf sich alleine gestellt und zog in die Wildnis hinaus. Nach individueller Einschät-zung ließ man sich an passenden Orten nieder, rodete Wald, machte Land ur-bar. Es entstanden vollständig autarke Bauernhöfe. Man besaß die Fähigkeit, alles Erforderliche für das Überleben selber herzustellen. Mag sein, dass sich Familien/Sippen nahe beieinander niederließen.
      Spätestens mit zunehmender Dichte der Besiedlung wird es jedoch Nachbarn in erreichbarer Nähe gegeben haben. So oder so wird der Aspekt der nachbar-schaftlichen Hilfe früher oder später von Bedeutung gewesen sein und ein Ge-meinschaftsempfinden geweckt und gestärkt haben. Bis zu diesem Punkt kann es außer der Autorität der Natur und ihrer Gesetze keine Vorgaben gegeben haben. Wozu hätte man auch Gesetze benötigt? Der autarke in und mit der
      2
      Natur lebende Mensch braucht kein geschriebenes Recht, da sich alles unmit-telbar am überlebensnotwendigen Verhalten orientieren musste.
      Wandel, Handel oder Zuckerbrot und Peitsche
      Nun gibt es nur zwei naheliegende wenngleich in der Sache sehr unterschiedli-che Wege, die zur Einführung von Recht geführt haben dürften. Was tatsäch-lich die entscheidende Rolle spielte, ist unerheblich. Allein das Ergebnis zählt und dies ist immer dasselbe.
      Variante 1:
      Eine Schutzgeld-Schlägertruppe, unfähig oder unlustig für den Erhalt des eige-nen Lebens zu arbeiten, besucht der Reihe nach die autarken Höfe. Man fordert einen gewissen Anteil an der erarbeiteten Leistung (zum Beispiel Ernte), an-sonsten würde man den Hof abfackeln. Diese zugegeben plumpe Vorgehens-weise kann man verfeinern, indem man zuerst die eigens geschaffene Abtei-lung der Bösen anrücken und ein wenig zündeln lässt. Dann kommen die „Gu-ten“ und bieten Sicherheit gegen Schutzgeld. So oder so, am Ende wird es notgedrungen immer zum gewünschten Zahltag kommen. Der Seßhafte ist hier immer unterlegen.
      Variante 2:
      Es kommen fahrende Händler. Sie bieten Waren an, die schlummernde Bedürf-nisse wecken, deren Sinn sich oftmals niemandem wirklich erschließt. Sie wer-den gegen vor Ort erzeugte Produkte getauscht. Das Prinzip des Handels (das Wort stammt vom Wort Wandel ab) ist, von arbeitenden Menschen werthaltige Produkte aufzukaufen, um sie anderen arbeitenden Menschen mit Gewinn wei-terzuverkaufen.
      Da autarke Höfe an sich nichts brauchten, mussten Bedürfnisse künstlich ge-weckt werden. Wie das geht, sehen und erleben wir heute jeden Tag. Nicht nur die Indianer tauschten bereits bunte, wertlose Glasperlen gegen Felle und an-dere werthaltige Produkte. Selbst heute noch geht der angeblich so aufgeklärte Europäer hin und kauft billigen Plastikschrott aus China, der wenige Tage spä-ter defekt auf der Müllhalde landet. Die Chinesen hingegen kaufen mit dem erwirtschafteten Geld handfeste Werte wie europäische Wälder und Unterneh-men in Mengen auf. Das Prinzip ist unverändert. Es sind also keineswegs nur naive Naturvölker, die dieser Strategie bis zum heutigen Tage auf den Leim gehen.
      Zur Erleichterung des Transports der Handelsware, die vor Ort nicht erhältlich war, erforderte es Schiffahrtsrouten und ein Wegenetz, um die oftmals weiten Entfernungen zu überbrücken. Dafür mussten sich Menschen großräumig orga-nisieren. Sie mussten eindeutige und klare Verabredungen unter unbekannten Handelspartnern und Straßenerbauern gewährleisten. Sie mussten selbst kul-turübergreifend klar sein. Denn schon vor einigen Jahrtausenden gab es einen regen Handel der mitteleuropäischen Völker von Indien bis Amerika (siehe un-ter anderem Oera Linda Handschriften).
      3
      Wir halten fest: Wegenetz und rechtliche Regeln als „Ergänzung“ zu den unver-rückbaren Naturgesetzen waren und sind nur für Händler und Schutzgeldtrup-pen von Interesse. Auf diese Weise häufte man über Variante 1 und/oder Vari-ante 2 nach und nach erhebliche Reichtümer an. „Mit Arbeit ist noch keiner reich geworden“ sagt der Volksmund ganz korrekt. Diese naturfremde Art, sei-nen Lebensunterhalt zu verdienen, kann schon im Ursprung nur naturentfrem-dete Menschen angesprochen haben. Wer die Natur in sich selbst und die äu-ßere Natur wirklich erkennt und versteht, lebt eigenständig in ihrer Fülle. Es gibt keine Notwendigkeit, etwas anzuhäufen.
      Naturfremde Menschen sind Kopfmenschen. Kopfmenschen denken, können aber nur wenig fühlen. Fühlen und Denken sind nur JETZT möglich. Wenn der Moment mit Denken belegt ist, bleibt kein Raum zum Fühlen. Daraus resultiert Unsicherheit, denn die Zukunft ist nie einsehbar. Sie kann allerdings erfühlt werden für situationsgerechte Entscheidungen auf der Basis eines naturver-bundenen Urvertrauens.
      So ist der Kopfmensch automatisch ein Angstmensch. Die naheliegende Angst, das angehäufte Geld und die erzwungene Macht zu verlieren, läutete nun die zweite Runde in der Rechtsentwicklung ein. Man musste sich vor „Dieben, Frei-beutern und Revolutionären“ schützen, die das Zusammengeraffte streitig ma-chen könnten.
      Was ist naheliegender, als zusätzlich zu den rechtlichen Regeln des Handelns, Reisens und der Schutzgeldabgabe Bestrafungen für Diebe und anderlei Gesin-del einzuführen. Mit dem angehäuften Reichtum, den ein Naturmensch gar nicht anstrebt, lässt sich leicht eine Sicherheitstruppe finanzieren oder die Schlagkraft der Schutzgeldtruppe erhöhen. Warum sollte man nicht einfache und leichtgläubige Gemüter ohne oder gegen geringes Entgelt bei entspre-chender Gewaltandrohung für sich arbeiten lassen?
      Ein erster lohnenswerter Blick in die Rechtsgeschichte
      Jetzt ist es an der Zeit, erstmals einen Blick in die Rechtsgeschichte zu werfen. Es genügt bereits die offizielle Rechtsgeschichte, um zu verstehen, wie exakt sich diese einfache Logik der Zivilisationsgeschichte abbildet. Handel, Schutz-geld, Besitzsicherung und erzwungene billige Arbeitskraft lauten die Stichwor-te, denen man folgen muss.
      Zurück bis zum Jahrtausende alten Ur-Nam Code über den Hammurabi-Code bis zum kanonischen Recht des apostolischen Stuhls im Vatikanstaat gibt es auffallende Parallelen. Diese sind:
      1. Sie formulieren Regeln für die Durchführung und Organisation des Han-dels (Kirchenrecht behandelt nichts anderes)
      4
      2. Das Halten von Abhängigen. Mal werden sie Sklaven, dann Bürger (von Burga, altes deutsches Wort für Burg, später Stadtbewohner) oder auch Personen genannt. Immer hat man den Menschen dazu gemacht.
      a. Siehe hierzu zum Beispiel das deutsche BGB, in dem der Mensch mit der Geburtsurkunde zur natürlichen Person mit Rechten und Pflichten wird.
      b. Selbst die angebliche Demokratie im alten Athen beherbergte 100.000e von Sklaven. Die Durchgängigkeit, mit der man den un-bewussten Menschen über die Jahrtausende hinweg im beschriebe-nen Sinne beinahe nach Belieben formte und benutzte wird sofort offensichtlich. Man muss nur Begriffe wie Sklave/Bürger/Personen durch das Wort Weisungsempfänger ersetzen. Bist Du Weisungs-empfänger? Kennst Du jemanden in einer vermeintlich modernen, demokratischen Gesellschaft, der dies nicht ist?
      3. Die Bestrafung von Diebstahl adressiert in offensichtlicher Weise den ein-zelnen Menschen, der zum Weisungsempfänger (siehe Punkt 2) wurde. Diejenigen mit Macht und Reichtum schrieben die Gesetze schließlich ausschließlich zum Schutz ihrer Interessen.
      Wem nutzen die 10 Gebote wirklich?
      Vor diesem Hintergrund bekommen sogar die zehn Gebote als erster morali-scher Code bei sorgfältiger Beachtung ihrer Formulierung eine ganz neue Be-deutung. Betrachte sie vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das kanoni-sche Recht nichts anderes als Unternehmensrecht und Handelsrecht ist (über-prüfe es selbst: http://www.Vatikan.eu).
      In den 10 Geboten liest Du zum Beispiel „DU sollst nicht stehlen.“ und „DU sollst nicht morden.“ Wer ist der ICH, der dies zum Gläubigen sagt? Wir sollen annehmen, dass es Gott ist. An ihn kann man glauben, gesehen und erlebt hat ihn keiner. Wer sagt von sich, dass er nicht nur Gottes Stellvertreter sondern sogar Gott tatsächlich ist? Nicht wenige Päpste bis hin zum scheinbar so ratio-nalen ehemaligen Kardinal Ratzinger…
      Korrekt übersetzt ist also davon auszugehen, dass DU weder morden noch stehlen sollst. ICH darf es hingegen, weil ich das Gesetz gemacht habe. Ver-stehst Du nun die Geschichte der vatikanischen Kirche und der von ihr in „Got-tes Gnaden“ geschaffenen Nationalstaaten besser? Wie immer an derart heik-len Stellen verweise ich darauf, dass es hier nicht um die Zuweisung von Schuld geht.
      Verantwortlich ist jeder Mensch für sich selber, auch wenn er sich unwissent-lich auf ein solches System einlässt bzw. hineingeboren wurde. Aus spiritueller Sicht ist dies alles folgerichtig. Denn nur durch Verlust entsteht Bewusstsein und um Bewusstsein geht es als Chance und Weg für den modernen Menschen.
      5
      Vom unbewussten Paradies in dem der unbewusste Naturmensch lebte, erfolg-te der Fall in die Finsternis der Unwissenheit und des Glaubens.
      Dies hält bis zum heutigen Tage an. Erst von dort beginnt die Reise rückwärts zum bewussten Paradies, bewusster Fülle und Wissen statt Glauben. Gott ist das Gote, das Gute, ist der tiefe, erkennbare und nachweisbare Sinn, die alles vereinende Ordnung in Allem. Äther würde der Physiker sagen und Seele wäre der psychologisch-spirituelle Begriff. Wir sprechen hier also keinesfalls von ei-ner Neuauflage des Atheismus. Ganz im Gegenteil, das EINE ist zu wissen. Es hat allerdings keinen grauen Bart und diktiert unablässig Ge- und Verbote.
      Der rote Faden ist das Handelsrecht
      Als roten Faden der Rechtsgeschichte ist also das Handelsrecht anzunehmen, dem alle später geschaffenen Rechtsbereiche folgen müssten. Das älteste heu-te noch gültige Handelsrecht ist das kanonische Recht. Logisch wäre es, wenn es als oberstes Recht über nationalem Recht angesiedelt ist. Dafür gibt es ge-wichtige Indizien. Will man also die aktuelle Rechtslage zum Beispiel der Bun-desrepublik in Deutschland (so lautete die ursprünglich korrekte Bezeichnung) bis hinein in den Alltag verstehen, muss man die führende Rolle des kirchlichen Handelsrechtes berücksichtigen.
      Zusammenfassung
      Mit Handel und Schutzgeld lockte und zwang man den unbewussten, eigen-ständigen Naturmenschen in künstliche Gemeinschaften. Diese fasste man in immer größeren Einheiten zusammen, die man dann Nationalstaaten nannte. Diese sind nun in der Auflösung begriffen, da man den Menschen durch Verein-zelung inzwischen bestens steuern kann. Als letzte kleine Bastion natürlicher Gemeinschaft wird nun die Familie unterwandert und zerstört (siehe Kita, Frühsexualisierung und anderes). Der Weg ist bereit für die erneute und letzte Vergrößerung der Verwaltungseinheiten, die dann NAFTA oder EU heißen und die Interessen einer UNO–Weltregierung durchsetzen.
      Es war eine Reise von der unbewussten Eigenständigkeit zur unbewussten Ver-einzelung in der modernen Gesellschaft. Das ist schaurig zu lesen, doch nüch-tern betrachtet handelt es sich um nichts anderes als eine Positionsbeschrei-bung. Wer hindert jeden Einzelnen daran, nach dem unbewussten Verlust be-wusst zum natürlichen Paradies zurückzukehren? Niemand, Du kannst jeder-zeit den ersten Schritt tun, ein anderer zu werden. Du kannst jederzeit die Rei-se von der Person zum menschlichen Lebewesen antreten. Die dafür notwendi-gen rechtlichen Schritte heraus aus dem System gibt es. Recht wurde zur Be-herrschung geschaffen und wenn Dein Innenleben nicht mehr attraktiv und re-sonant zu dieser auferlegten Ordnung ist, dann werden sich die Türen ganz von selber öffnen, eigene Wege zu gehen. Der natürliche Mensch braucht we-der Recht noch Gesetze Er braucht auch nicht die Maske der „natürlichen Per-son“, mit der er sich den Regeln unterwirft und zum Weisungsempfänger macht.
      Herzliche Grüße,
      Bernd Koemmet

  3. Andres Winkler sagt:

    Tafelwasser ist ein „künstlich“ hergestelltes Erfrischungsgetränk. In der Regel besteht Tafelwasser aus Trinkwasser, das mit weiteren Zutaten angereichert wurde.

    Es ist kein natürliches Mineralwasser und darf verschiedene Wasserarten enthalten. Tafelwasser kann überall zusammengemischt und abgefüllt werden, wobei zwar qualitätshygienische Anforderungen einzuhalten sind, aber keine amtliche Anerkennung erforderlich ist. Eine Etikettierung als natürliches Wasser ist verboten und die Angabe einer Ursprungsquelle oder eines Brunnens nicht zulässig. Somit ist es ein Getränk, das zwar Trinkwasser enthält, aber die Anforderungen an natürliches Mineralwasser nicht erfüllt.

  4. Simon H sagt:

    Also wer auf einer Hochschule in Deutschland studiert, sollte schon wissen was ein Tafelwasser ist und welche aufwendigen technischen Anlagen für die Herstellung nötig sind. Wer das einfach aus Quellen abfüllen könnte würde gut verdienen. Durch diesen Satz wird der ganze Artikel für mich unseriös.

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