Wasser – Das Gold der Zukunft

Bild: © muvuca - Morguefile

Unsere Erdoberfläche besteht zum Großteil aus Wasser. Mehr als 99 Prozent davon sind allerdings Salzwasser, oder gefroren. Nur circa 0,3 Prozent des Wasservorkommens ist Süßwasser, das wir nutzen können.1 Zum Weltwassertag am 22.03.2015 legten die Vereinten Nationen (World Water Development Report 2015) und Brot für die Welt (Die Welt im Wasserstress) einen Bericht zum Thema Wasser vor. Rund 2,6 Milliarden Menschen leben derzeit in Ländern mit Wassermangel sowie in Ländern denen Wassermangel droht. Im 21. Jahrhundert ist Wasser das, was im 20. Jahrhundert das Öl war. Eigentlich gibt es global gesehen genug Süßwasser für alle. Problematisch sind die ungleiche Verteilung und die Verschwendung. Laut der UN seien „einschneidende Änderungen bei der Nutzung, Verwaltung und Aufteilung“ notwendig. Gerade im Norden und Süden Afrikas, im Nahen Osten sowie in großen Teilen Australiens finden sich kaum Süßwasservorräte.2 In Entwicklungsländern sind vor allem Kleinbauernfamilien vom Wassermangel betroffen. Und obwohl mehr als die Hälfte der Menschen in Städten wohnen, lebt die Mehrzahl der, die unter Hunger leiden, auf dem Land.3

Im Jahr 2010 wurde das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung als Menschenrecht anerkannt. Die Umsetzung dieses Rechts ist allerdings noch lange nicht überall geschehen. Nach wie vor leben mehr als 3 Milliarden Menschen ohne hygienische sanitäre Einrichtungen, oder haben keinen Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserversorgung.3 Das Bevölkerungswachstum bis 2050, ist laut des UN-Berichts eines der drängendsten Probleme. Der weltweite Bedarf werde um 55 Prozent ansteigen.4 Der größte Teil des Süßwassers wird in der Landwirtschaft für die Bewässerung von Nahrung, Futtermitteln und Fasern, wie beispielsweise Baumwolle, verbraucht. In einem Kilo Baumwolle stecken 10 000 Liter Wasser. Das allein ist noch nicht problematisch, aber Baumwolle wird hauptsächlich in wasserarmen Ländern wie Australien, Pakistan und Indien angebaut.3 Die meisten Bauern benutzen ineffiziente Bewässerungsmethoden. Diesem Problem könnte man durch richtige Subventionen seitens der Politik entgegenwirken.

Doch nicht nur der Wassermangel ist ein Problem. Die Verschmutzung durch Pestizide, Chemikalien und fehlende Kläranlagen verwehren 748 Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der größte Teil des Abwassers auf der Welt wird nicht gesäubert. Besonders Entwicklungsländer haben mit der Wasserverschmutzung zu kämpfen. In Mosambik leiden vier von zehn Kindern unter Wachstumsstörungen aufgrund von Krankheiten und Mangelernährung. Die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.5 Alle 13 Sekunden stirbt auf unserer Erde ein Kind an Durchfall oder Mangelernährung. Jedes dritte Kind könnte durch Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer Sanitärversorgung gerettet werden.3 Wie soll das in Zukunft weiter gehen? Der WWF warnt vor einer ökologischen Katastrophe. In Küstenstädten, wie dem indischen Kolkata oder Dhaka in Bangladesh dringt Salzwasser in die Grundwasserreserven ein.5

Experten der UN rufen die Politik auf, massiver gegen die Verschmutzung und Verschwendung von Wasser vorzugehen. Die derzeit niedrigen Wasserkosten sollen erhöht werden, um eine Verschwendung durch reiche Haushalte oder die Industrie zu verhindern. Außerdem ist die Schärfung eines Problembewusstseins in der Bevölkerung ein wichtiger Aspekt, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu erreichen.6

  1. Uni Düsseldorf: Die Verteilung des Wassers auf der Erde – Stand 25.03.2015 []
  2. img.webme: Weltweite Wasservorräte – Stand 25.03.2015 []
  3. Brot für die Welt: Die Welt im Wasserstress – Stand 25.03.2015 [] [] [] []
  4. Zeit: Das Trinkwasser wird knapp – Stand 25.03.2015 []
  5. Welt: UN prangern Verschwendung von Trinkwasser an – Stand 25.03.2015 [] []
  6. UNICEF: Schmutziges Wasser kostet täglich fast 1.000 Kindern das Leben – Stand 25.03.2015 []

Über antonia / earthlink

Nachdem ich im Sommer 2014 mein Abitur gemacht habe, arbeite ich derzeit als Bundesfreiwillige bei earthlink e.V. Im Herbst fange ich mit meinem Humangeografie Studium an. Die Arbeit hier ermöglicht es mir erste Erfahrungen in dem Arbeitsbereich, der mich interessiert, zu sammeln und herauszufinden ob es wirklich das Richtige für mich ist.
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