Awa-Indianer: „Plan de salvaguarda étnico Awá“

Bild: © n.v. -

Nachdem die Awa-Indianer in viele Jahre auf das Entgegenkommen der Regierung warten mussten, wurde am 09. September diesen Jahres endlich der Plan de salvaguarda étnico Awá – PSE Awá (zu deutsch: Plan zur Bewahrung der Kultur der Awa) beschlossen. In einer ersten Sitzung am 20. und 21. Oktober wurde damit begonnen, die politischen Richtlinien des Plans auszuarbeiten, die allen Gemeinschaften der Awa-Indianer im gleichen Maße zugute kommen sollen. Die Sitzung fand in der Stadt Orito im Südwesten des Landes statt.

Der Realisierung des Plans standen in der Vergangenheit einige Hindernisse im Weg. Die kolumbianische Regierung hatte wenig Entgegenkommen gezeigt und es wurden keine Garantien gegeben, dass der Plan wirklich in die Tat umgesetzt werden würde. Auch wurde gegen bereits gefasste Beschlüsse verstoßen.

Ein Sprecher der Awa gab an, dass sie sehr zufrieden seien, dass die Regierung nun bereit ist, die ausgehandelten Richtlinien anzunehmen und sich somit verpflichtet, diese auch zu erfüllen. Die Forderungen für den PSE Awá wurden über Jahre hinweg von den Indianern ausgearbeitet und an ihre Bedürfnisse angepasst.

Wie der Bericht vom 11. Oktober deutlich macht, sind die Awa-Indianer vielfältigen Bedrohungen aus dem eigenen Land und dem Ausland ausgesetzt. Laut Berichten der Awa sind im September diesen Jahres erneut drei Jugendliche verschwunden, von denen man bis heute keine Nachricht erhalten hat. Es bleibt abzuwarten, ob der Plan hilft, das Volk der Awa und ihren Lebensraum angemessen zu schützen.

 

Quelle: Newsletter der UNIDAD INDÍGENA DEL PUEBLO AWÁ „UNIPA“ (spanisch)

Über Alisa / EarthLink

Ich studiere Geographie, Ethnologie und Biologie auf Diplom in Heidelberg. Im Rahmen meines Studiums mache ich ein 6-wöchiges Praktikum bei EarthLink. Meine Hauptaufgaben sind das Schreiben von Blog-Einträgen und die Recherche für die Projekte „Aktiv gegen Kinderarbeit“ und „Drogen Macht Welt Schmerz“.

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